Schlechtes Raumklima? Hier sind die häufigsten Ursachen

Schlechtes Raumklima? Hier sind die häufigsten Ursachen

Ein gutes Raumklima ist entscheidend für Gesundheit, Wohlbefinden und Konzentration – zu Hause ebenso wie im Büro. Trotzdem kämpfen viele Österreicherinnen und Österreicher mit stickiger Luft, Feuchtigkeit, Schimmel oder Kopfschmerzen, ohne genau zu wissen, warum. Die Ursachen für ein schlechtes Raumklima sind vielfältig – von mangelnder Lüftung über Baumaterialien bis hin zu unseren täglichen Gewohnheiten. Hier findest du die häufigsten Gründe – und was du dagegen tun kannst.
Zu wenig Lüftung
Die häufigste Ursache für schlechtes Raumklima ist ganz einfach: Es wird zu wenig gelüftet. Moderne Gebäude sind oft sehr dicht gebaut, um Energie zu sparen. Das ist gut für die Heizkosten, aber schlecht für die Luftqualität. Ohne regelmäßigen Luftaustausch sammeln sich Feuchtigkeit, CO₂ und Schadstoffe an.
Beim Schlafen, Kochen oder Duschen entsteht Feuchtigkeit, die nach draußen muss. Bleibt sie im Raum, führt das zu schwerer Luft, beschlagenen Fenstern und im schlimmsten Fall zu Schimmelbildung.
So machst du es richtig:
- Lüfte zwei- bis dreimal täglich für 5–10 Minuten mit Durchzug.
- Verwende Dunstabzugshaube und Lüfter beim Kochen und Duschen.
- In sehr dichten Neubauten kann eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung sinnvoll sein.
Feuchtigkeit und Schimmel
Feuchtigkeit ist einer der größten Feinde eines gesunden Raumklimas. Sie kann aus vielen Quellen stammen – Kochen, Duschen, Zimmerpflanzen, undichte Dächer oder Wärmebrücken in den Wänden. Wenn die Feuchtigkeit nicht entweichen kann, entsteht Schimmel, der Allergien, Husten und Reizungen der Atemwege verursachen kann.
Anzeichen für Feuchtigkeitsprobleme:
- Muffiger Geruch oder dunkle Flecken an Wänden und Decken.
- Kondenswasser an Fenstern, besonders im Winter.
- Abblätternde Farbe oder sich lösende Tapeten.
So beugst du vor:
- Sorge für gute Lüftung und gleichmäßige Raumtemperatur.
- Trockne Wäsche möglichst nicht in der Wohnung.
- Dichte undichte Stellen ab und isoliere kalte Außenwände fachgerecht.
Zu hohe oder zu niedrige Temperatur
Die Raumtemperatur beeinflusst nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch die Luftqualität. Zu hohe Temperaturen machen die Luft trocken und schwer, zu niedrige fördern Feuchtigkeit und Schimmel.
Die ideale Temperatur liegt meist zwischen 20 und 22 Grad. Im Schlafzimmer darf es etwas kühler sein, aber nicht unter 17 Grad, da sonst Kondenswasser an Wänden und Fenstern entstehen kann.
Tipp: Nutze Thermostatventile, um die Temperatur konstant zu halten, und vermeide es, Räume komplett auskühlen zu lassen – das spart nicht nur Energie, sondern beugt auch Feuchtigkeit vor.
Schadstoffe aus Möbeln und Materialien
Viele moderne Möbel, Bodenbeläge und Farben geben flüchtige organische Verbindungen (VOC) ab. Diese Stoffe können Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Reizungen verursachen – besonders in neuen oder frisch renovierten Wohnungen.
So reduzierst du Schadstoffe:
- Lüfte in den ersten Monaten nach Renovierungen besonders häufig.
- Achte beim Kauf auf Umweltzeichen wie das österreichische Umweltzeichen oder den Blauen Engel.
- Verwende möglichst wenig Duftsprays, Duftkerzen oder stark parfümierte Reinigungsmittel.
Staub und Partikel
Staub besteht nicht nur aus Schmutz, sondern auch aus Pollen, Hautschuppen und feinen Partikeln, die die Atemwege belasten können. Elektronische Geräte, Kerzen und Kochen tragen zusätzlich zur Partikelbelastung bei.
So hältst du die Luft sauber:
- Sauge regelmäßig mit einem Staubsauger mit HEPA-Filter.
- Wische glatte Flächen feucht ab, um Staub zu binden.
- Verwende beim Kochen eine Dunstabzugshaube mit Abluft nach außen.
- Lüfte nach dem Abbrennen von Kerzen oder dem Heizen mit Kaminöfen.
Menschen und Gewohnheiten
Wir selbst tragen viel zum Raumklima bei: Wir atmen, schwitzen, kochen, duschen – und vergessen oft, regelmäßig zu lüften. Auch das Trocknen von Wäsche in der Wohnung oder der übermäßige Einsatz von Duftprodukten kann die Luftqualität verschlechtern.
Kleine Veränderungen im Alltag können viel bewirken. Öffne morgens und nach dem Kochen die Fenster, halte Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Blick und achte darauf, wie sich die Luft anfühlt.
Ein gesundes Raumklima beginnt mit Aufmerksamkeit
Ein gutes Raumklima hängt nicht nur von Technik und Bauweise ab, sondern auch von unseren Gewohnheiten. Wer auf Feuchtigkeit, Temperatur und Luftqualität achtet, schafft ein Zuhause, das sich angenehm anfühlt und in dem man gerne tief durchatmet.
Mit ein paar einfachen Maßnahmen lässt sich viel erreichen – für mehr Wohlbefinden, Gesundheit und ein Zuhause, in dem man sich rundum wohlfühlt.









